Produktives Lernen

Zum Schuljahr 2006/2007 wurde das Produktive Lernen an der Wilhelm-Leuschner-Oberschule eingerichtet. Ziel ist es, Schüler der Klassenstufen 9 und 10 durch eine abweichende Stundentafel praxisorientiert für eine Berufsausbildung zu befähigen, ohne den allgemeinbildenden Anspruch der Schule aufzugeben. So können die Schüler im Produktiven Lernen auch den Hauptschul-, erweiterten Hauptschul- bzw. Mittleren Schulabschlusses erreichen.


Das Produktive Lernen ist ein Angebot, das sich besonders an Jugendliche richtet, die Schwierigkeiten mit der traditionellen Schule haben. Auch Schüler, die gezielt eine Alternative zum herkömmlichen, überwiegend praxisfernen Lernen in der Schule suchen, sind im Produktiven Lernen richtig.


In jedem Trimester sind die Schüler an drei Tagen in der Woche entsprechend ihren Interessen und Fähigkeiten an selbst gewählten Praxisplätzen in Betrieben, Institutionen und anderen Orten in der Stadt entsprechend ihren Bildungsinteressen produktiv und kreativ tätig. Die Lehrer und Praxismentorinnen unterstützten sie durch regelmäßige individuelle Beratungsgespräche. An den übrigen Tagen arbeiteten die Schüler innerhalb der Lerngruppe in den Bereichen Mathematik, Englisch, Deutsch, Kommunikation, sowie in den Lernbereichen “Mensch und Kultur”, ”Natur und Technik” und “Gesellschaft und Wirtschaft” individuell und in Gruppen.


Innerhalb von zwei Schuljahren durchlaufen die Schüler an ihren Praxisplätzen sechs nach eigenen Wünschen gewählte Tätigkeitsfelder. Ein Schwerpunkt ist die in das allgemeinbildende Curriculum integrierte Berufsorientierung. Sie zielt insbesondere im letzten Trimester auf einen gelungenen Übergang in ein Ausbildungsverhältnis, in eine weiterführende Schulbildung oder in das Berufsleben.


Die Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen und die Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein wichtiger Teil der Arbeit im Produktiven Lernen .